LTE Flatrate E-Plus

Anfänglich hätte es noch gar nicht zu einer LTE Flatrate E-Plus kommen sollen, denn ursprüngliche Pläne des Konzerns hätten eigentlich den gegenwärtigen Mobilfunkstandard, nämlich HSDPA, eher bevorzugt. Doch die Konkurrenz und das globale Zusammenwirken verschiedener Konzerne gaben nun unmissverständlich auch E-Plus die weltweite Generalrichtung ins Kommunikationstechnologiezeitalter der vierten Generation vor. Insbesondere die Tatsache, dass Telio Sonera in Zusammenarbeit mit Ericsson nun Stockholm lückenlos mit LTE abdeckt, ist hier richtungsweisend - mit einer Datenrate von 100 Megabit pro Sekunde kann sich der Anwender an beliebiger Position in der schwedischen Hauptstadt gleichermaßen auf sein Mobilfunktelefon oder auf sein mit einem Empfangs-USB-Stick ausgestattetes Notebook TV-Inhalte, Radiosendungen, vollständige Internetinhalte projizieren und auch Audio- sowie Videotelefongespräche führen - ob er sich hierbei nun in geschlossenen Räumen oder im Freien befindet, hat keine Bedeutung. Es ist sicherlich richtig, dass eine Anzahl von derzeit benutzten Handymodellen in LTE-abgedeckten Gebieten wertlos wird. Jedoch neue Endgeräte sollen tatsächlich auch in Deutschland bereits Ende 2009 z. B. von T-Mobile angeboten werden. Somit sieht sich nun E-Plus geradezu in der Pflicht, nun in Deutschland auch als LTE-Netzbetreiber aufzutreten. Dies kann jedoch - wie bei allen Mobilfunkkonzernen - nur mit einer entsprechenden technischen Unterstützung vollzogen werden. Diese hat E-Plus letztendlich in der Firma Nokia-Siemens-Networks (NSN) gefunden - dieser Partner wird das sogenannte RAN (Radio Access Network) ausbauen. Vereinfacht gesagt, handelt es sich bei LTE generell um die Optimierung bisheriger Netzwerkressourcen. Das heißt, dass UMTS-Netze und Frequenzen der nicht mehr aktiven analogen Fernsehprogramme schlicht und ergreifend hochleistungsfähiger genutzt werden. Genauer gesagt: LTE hat den bisherigen Standards der Kommunikationstechnologie voraus, dass es verschiedene Bandbreiten zwischen einem und zwanzig Megahertz unterstützt und damit Sendespektren, die zukünftig nachgefragt werden, optimal bedienen kann. Folgendes mag für den Laien hier nicht wirklich informativ sein, allein der Vollständigkeit halber sei allerdings erwähnt: Die neue Technik, die tatsächlich LTE in den Rang des zukünftigen globalen Standards rückt, wird mit OFDM abgekürzt. Das "Orthogonal-Frequency-Division-Multiplexing" ermöglicht es - sozusagen - mehr aus einer bestimmten Bandbreite zu machen. Und dieses "mehr" nun revolutioniert die bisherige Daten- und Telefoniewelt.