LTE Flatrate Notebook

Seit der 52. Kalenderwoche des Jahres 2009 funktioniert die erste kommerzielle Netzabdeckung von Long Term Evolution. Das heißt, das Ereignis, das in den USA, Deutschland und andernorts für 2010 fest geplant ist, läuft bereits und versorgt (durch die Firma Ericsson) flächendeckend die Stockholmer Innenstadt, dasjenige in Oslo steht direkt vor dem Start und entsteht unter der technologischen Betreuung von Huawei. Uneingeschränkt, so heißt es, besteht Internetzugang - wo immer man sich in Stockholm befindet. Dies kann und wird ab Mitte/Ende 2010 in immer mehr Orten der Welt gewährleistet werden, und die Entwicklung wird voranschreiten. Die Preise in Stockholm werden ab Juli (nachdem die Einführungsphase als abgeschlossen gilt) monatliche 58 Euro betragen. Das Datenvolumen gilt zwar als begrenzt pro Nutzer pro Flatrate pro Monat, jedoch würde diese Grenze durch Privatnutzer ohnehin nicht einmal angenähert: die Rede ist von 30 GB. In einem ähnlichen Rahmen - dem Lebensstandard angepasst - lassen sich die Kosten für einzelne Haushalte weltweit ebenfalls abschätzen. Mit entweder einem Handy oder einem Notebook, das die LTE Flatrate Notebook nutzt, stehen 100 Megabit pro Sekunde für das Herunterladen von Dateien bzw. 50 Megabit pro Sekunde für das Hochladen zur Verfügung. Samsung entwickelte einen Empfangschip (mit Namen Kalmia), der das 2,6-GHz-Band für Notebooks abdeckt und Basisstationen sind Geräte von Ericsson (aus der Reihe RBS6000). Andere große Hersteller im Rahmen der Kommunikationstechnologie sind aktiv daran beteiligt, weitere Endgeräte zu entwickeln - in Deutschland sollen bereits Ende des Jahres 2009 entsprechende Produkte auf den Markt kommen. LTE zeichnet sich dadurch aus, dass diese Technologie nicht einfach "aus dem Hut gezaubert" wurde. Es war bereits 2008 absehbar, dass die UTMS-Kapazitäten auch anders genutzt werden können, insbesondere, wenn sie mit frei werdenden Frequenzen des analogen Fernsehens zusammengeschaltet werden. Somit werden hier nicht nur ursprünglich getrennte technologische Voraussetzungen nunmehr als Teile eines größeren Ganzen vereinigt, sondern für den Privatanwender wird es möglich, sämtliche Fernseh-, Radio- und Internetinhalte selbst auf dem entsprechenden Handy abzurufen. Und natürlich, weiterhin zu telefonieren.